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WCM Outperformer


12.07.2002
Stadtsparkasse Köln

Die Aktie der WCM Beteiligungs- & Grundbesitz-AG (WKN 780100) wird sich nach Einschätzung von Analysten der Stadtsparkasse Köln deutlich besser als der Referenzindex entwickeln.

1766 als Textilhersteller in Frankfurt gegründet, sei die in Deutschland ansässige WCM jetzt eine Investment-Gruppe mit einem bedeutenden Immobilienbesitz und Kapitalbeteiligungen. Zu der Eigentumsdivision der Gruppe gehören etwa 54.000 Wohneinheiten, rund 175 gewerbliche Objekte und 5.300 Garagen und Parkplätze, vor allem in Nord- und Westdeutschland. Das Unternehmen kaufe außerdem Firmen auf und strukturiere sie zwecks Wiederverkauf um. Der Beteiligungsbereich erwirtschaftet den Großteil des Ergebnisses.

Im ersten Quartal 2002 sei das Ergebnis des gewöhnlichen Geschäfts auf 3 Mio. Euro zurückgegangen. Die Umsatzerlöse seien aber, im Wesentlichen bedingt durch die Konsolidierung der Klöckner-Töchter, von 52 auf 210 Mio. Euro gestiegen. Aufgrund der durch das Beteiligungsgeschäft unregelmäßigen Erträge sei das Quartalsergebnis wenig aussagekräftig. Für das Gesamtjahr erwarte WCM ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 150 Mio. Euro.

Die zweigeteilte Struktur als Immobiliengesellschaft und Beteiligungskonzern solle auch in Zukunft weiter fortgeführt werden. Im Beteiligungsgeschäft sollen hohe Gewinne erzielt werden, während der Immobilienbereich das Risiko des Unternehmens begrenze.

Die Foliensparte der Klöckner-Werke sei für 925 Mio. Euro verkauft worden. Klöckner solle sich in Zukunft auf den Geschäftsbereich Maschinenbau konzentrieren. Übernahmen oder Beteiligungen in den Sparten Abfüll- sowie Verpackungstechnik werden angestrebt. WCM halte circa 82% der Klöckner-Anteile.


Das Unternehmen habe seinen Anteil an der Commerzbank von einem auf etwa 5,5% erhöht. Eine weitere Aufstockung auf knapp unter 10% sei geplant. Eine Übernahme der Commerzbank oder ein Eingriff in das operative Geschäft seien nicht das Ziel der Beteiligung. WCM spekuliere auf einen steigenden Aktienkurs der Commerzbank über einen Zeithorizont von 2 bis 5 Jahren.

Das aktuelle Beteiligungsportfolio umfasse neben der Commerzbank-Beteiligung den 50,86%igen Anteil am MDAX-Unternehmen IVG, circa 82% an den Klöckner-Werken, einen 49,8%igen Anteil an den Maternus-Kliniken sowie Anteile an verschiedenen anderen börsen- und nicht börsennotierten Gesellschaften.

Für das laufende Jahr plane WCM keine weiteren großen Zukäufe. Das Unternehmen sehe sich in 2002 eher als "Verkäufer" denn als "Käufer". Dementsprechend werden zur Zeit Verkäufe weiterer Geschäftsbereiche aus dem Klöckner-Konzern vorbereitet. Dennoch verfüge WCM, trotz der Kapitalbindung im Commerzbank-Engagement, über ausreichend Liquidität für weitere Beteiligungen.

Als Folge eines negativen Analystenberichts eines schweizerischen Finanzdienstleisters habe WCM in den letzten Wochen einen deutlichen Kurseinbruch verzeichnet. Das Unternehmen habe diverse Vorwürfe gegen WCM erhoben und für die Aktie einen Net Asset Value (NAV) von 3,42 Euro errechnet. Mittlerweile sei die Analyse revidiert und viele Kritikpunkte zurückgenommen worden. Das Schweizer Unternehmen errechne nun einen NAV von 9,58 Euro.

Nach den Vorwürfen gegen WCM sei die Aktie in den letzten Wochen zu einem Spielball der Spekulanten geworden. Die den Kursverfall auslösende Studie sei mittlerweile revidiert, die Vorwürfe über finanzielle Probleme seien zurückgenommen worden. Aufgrund des erlittenen Vertrauensschadens befinde sich die Aktie weiterhin im freien Fall. Charttechnisch sei derzeit keine Unterstützungsmarke mehr vorhanden. Auf Basis der vom Unternehmen veröffentlichten Zahlen sei der Titel massiv unterbewertet. Selbst bei konservativer Bewertung der Immobilien und Beteiligungen errechne sich hohes Kurspotenzial.

Neuengagements sollten aber zunächst zurückgestellt werden, bis der Aktienkurs eine nachhaltige Stabilisierung verzeichnet. Bestehende Engagements sollten gehalten werden. Dies ist die Einschätzung von Analysten der Stadtsparkasse Köln bezüglich Aktien von WCM.




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